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OHO

Okinawa

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974 (Erweiterte Neuauflage 2010)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Krautrock; Rock / Pop / Mainstream; Psychedelic; RIO / Avant; Zappaeskes
Label: Rockadrome
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mark O'Connor keyboards
Steven Michael Heck bass guitar
Joseph O'Sullivan guitar
Jay Graboski vocal
Larry Bright percussion
Raymond Indiana drums

Gastmusiker

Boris McFinnie Horn Ensemble

Tracklist

Disc 1
1. Laughing 0.22
2. Opposites   (bonus original session track) 0.27
3. Duva 3.03
4. Hyphenate Ice-less   (bonus original session track) 3.53
5. Horse Remorse 3.31
6. Parts & Ponds   (bonus original session track) 2.09
7. Ain't Life Dumb 2.25
8. A Frog for You 2.31
9. Hogshead 5.51
10. Manic Detective 2.05
11. Brown Algae Is Attractive 2.19
12. Plymouth Ascendants   (bonus original session track) 2.48
13. The Salient Sickle Sucker 5.21
14. Hairy Bag 1.00
15. Fast Bananas   (bonus original session track) 2.53
16. The Unfortunate Frankfurter Vendor 1.10
17. Last Dance 0.59
18. Fill the Sheet   (bonus original session track) 1.50
19. The Still Nite   (bonus original session track) 2.04
20. Dance of the Ivy Dog 1.52
21. Gotta Write A Poem 1.17
22. The Insipid City of York   (bonus original session track) 2.58
23. Board Organ (edit)   (bonus original session track) 1.30
24. The Continuing Story of Cragwheel the Corpse Pt. II 6.18
25. Lemon Flowers   (bonus original session track) 2.13
26. Corrective Shoes   (bonus original session track) 0.54
27. Pale Hippo 1.49
28. Sorry   (bonus original session track) 3.18
29. Chess is Boring   (bonus original session track) 0.36
30. The Plague 4.11
Gesamtlaufzeit73:37


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Als "Okinawa", das Debütwerk des Chaoten-Kollektivs aus Baltimore 1974 erschien, stieß es auf wenig Begeisterung. Es kann u.a. an der Tatsache gelegen haben, dass statt des geplannten Doppelalbums nur eine mit weniger Vielfalt aufwartende Einzel-LP erscheinen konnte. Dieses Manko ist nun mit der ansprechenden Digipack-Neuauflage von Rockadrome endlich behoben. 14 damals unveröffentlichte Stücke wurden hinzugefügt und zwar in der ursprünglich geplanten Reihenfolge.

Das ergibt eine sehr bunte und unterhaltsame Mischung aus Mainstream Rock, zappaeskem Comedy Rock, klassischem Progressive Rock und Avant/Psychedelic-Rock, um die wichtigsten Einflüsse zu nennen. Zappas Schwäche für bizarre Hörspiele und Captain Beefhearts Neigung zu surrealen Wortspielen scheinen auch nicht spurlos an OHO vorbeigegangen zu sein. Hin und wieder wird auch das künstlerische Ausdruckmittel des chaotischen Dilettantismus verwendet, das ich dem Einfluss des Krautrock zuschreiben möchte.

Wie fantastieanregend die Musik auf diverse Rezensenten gewirkt hat, zeigen Beschreibungen wie "Amerikas Antwort auf die frühen Pink Floyd", die ich als denkbar unzutreffend empfinde. Auch Vergleiche mit Gentle Giant und The Residents können eigentlich nur so gemeint sein, dass diese Künstler, ähnlich wie OHO ihren ganz eigenen künstlerischen Weg gegangen sind. Am meisten erinnert mich das Gebotene an die frühen Mothers of Invention, wobei OHO doch meistens um einiges zahmer zu Werke gehen. Soll heissen, statt sich verstärkt (wie die frühen Mothers of Invention) von Blues, Jazz, Avantgarde und 50er Jahre Pop leiten zu lassen, scheinen sich OHO in ihrer liebenswerten chaotisch-humorvollen Art überwiegend an Progressive Rock und Mainstream der 70er zu orientieren, wobei skurille und schräge Einfälle eine immer noch bedeutende Rolle spielen.

Die enorme Vielfalt der Ideen und Stilrichtungen der 30 Stücke von "Okinawa" würde manchem Musikerkollegen wahrscheinlich für mehrere Studioalben reichen. "Okinawa" sei nicht nur den Fans der frühen Mothers of Invention empfohlen, sondern allen, die Eigensinn und Humor im Progressive Rock zu schätzen wissen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.8.2010
Letzte Änderung: 28.8.2010
Wertung: 11/15

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